Die offene Isar stellt seit Jahrzehnten ein Surf-Paradies für Experten.
Die Isar-Renaturierung hatte zur Folge, dass viele dieser Surf-Plätze verloren gingen. Die Surfer sind für die Renaturierung. Allerdings wünschen wir uns, dass bei allen weiteren Maßnahmen die Schwellen so gestaltet werden, dass die Wellen erhalten belieben und ein ganzjähriges Surfen (ausserhalb der gefährlichen Hochwasserstufe 1) möglich ist. Dies ist gerade im Zuge der Renaturierung leicht und auf natürliche Weise möglich.
Leider droht der Welle an der Reichenbach die Zerstörung. Bitte unterschreiben Sie hierzu unsere Unterschrifentliste . Hier hoffen aber, die Wellen an Wittelsbacher und Brudermühlbrücke dafür zu verbessern/wiederzubeleben. Wir wollen keinen Schwimmbadbetrieb a lá Dream Wave oder Tube 6, sondern leichte Modifikationen der Vorhandenen Schwellen, die die Wellen verbessern.
Hierzu muss das Surfen im Rahmen der BBVO legalisiert werden.
Die IGSM setzt sich dafür ein, dass das Surfen auf der offenen Isar im Rahmen der neuen BBVO für geübte Surfer (entgegen des ursprünglichen Entwurfs) bis einschliesslich Reichenbachbrücke erlaubt wird. Ein geänderter Entwurf hierzu wurde bereits von der SPD-Fraktion im Rathaus eingebracht. Besonderer Dank geht an Herrn Nikolaus Gradl für seine Unterstützung und an Herrn OB Ude, der im Rahmen der Keep Surfing - Sondervorführung sagte, er wolle eine Welle auf der offenen Isar erhalten.
Comments
Beherztes Eingreifen eines Surfers verhindert Unglück
Durch das schnelle, besonnene Handeln der Münchner Reichenbachsurfer konnte heute ein alkoholisierter Schwimmer vor dem Ertrinken gerettet werden. Der stark alkoholisierte Mann liess sich heute voll bekleidet gegen 19.00 in die Hochwasserfluten an der Reichenbachbrücke fallen. Tobi erkannte sofort den Ernst der Lage, alamierte die anderen Surfer und sprang auf seinem Surfbrett hinterher.
Der Retter Tobi auf dem Weg zur Welle (c) Petra Offermanns
Er schaffte es, zu dem Mann zu paddeln und ihn zusammen mit ein paar anderen Surfern (u.a. Zak und Juri) an Land zu ziehen und ein tragisches Unglück zu verhindern. Weitere Surfer u.a. Gerry und Andi von der IGSM, waren an der Seite mit gelaufen und hatten sich bereit gehalten, um gegebenenfalls auch hineinzuspringen.
An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass bei dieser Wassertemperatur und der Strömung für Schwimmer absolute Lebensgefahr besteht. Auch ungeübte Surfer sollten keinesfalls an der Reichenbachbrücke surfen.
Für erfahrene Surfer mit mehr als 10 Jahren Riversurferfahrung und guter Kondition sowie erfahrene Kanuten ist die Reichenbachbrücke bei Hochwasser allerdings ein Traum. Die IGSM setzt sich dafür ein, dass dieser Traum erhalten bleibt (die Welle droht im Herbst durch die Renaturierung zu verschwinden, Unterschrifentliste hier). Es ist noch nie ein Surfer bei der Ausübung des Sportes in der Isar ertrunken. Wie man heute erneut gesehen hat, gehen die erfahrenen Surfer an der Reichenbachbrücke besonnen mit der Gefahr um und können sogar die Sicherheit für Nicht-Surfer erhöhen. Ein Feuerwehrmann sagte nach dem Unglück an der Marienklause auch gegenüber einem IGSM-Vertreter: "Ihr seid in solchen Situationen die besseren Retter".
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BBVO und Reichenbach
Der urspüngliche Enwurf der Bade- und Bootsverordnung sah vor, dass das Surfen/Kanufahren nur bis Braunauer Eisenbahnbrücke erlaubt ist. Auf Betreiben der Surfer, Kajakfahrer und SPD (danke an Nik Gradl und Verena Dietl!) wurde ein geänderter Entwurf formuliert, der Surfen/Kanufahren bis zur Corneliusbrücke erlaubt. CSU und ÖPD haben hier Bedenken wegen Fischschutz.
Es ist zwar schön, dass im Rahmen des Entwurfes das Surfen an der Reichenbach erlaubt würde, aber die Pläne der Renaturierung sehen vor, dass eine seitliche Ausbuchtung auf Höhe der Welle angelegt wird, welche die Welle verschwinden lässt :(
Bitte unterschreiben Sie unsere Online-Petition zum Erhalt der Reichenbachwelle!